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Der Fake President Trick: Ein Fall für die Vertrauensschadenversicherung

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Sicherlich haben Sie sich viele Gedanken gemacht, wie Sie sich gegen kriminelle Handlungen schützen können, die Ihr Unternehmen von außen bedrohen.

Bestimmt haben Sie auch die dafür nötigen Versicherungen abgeschlossen. Aber wie sieht es intern aus? Sind Sie auch abgesichert gegen kriminelle Machenschaften, die sich innerhalb Ihrer Firma abspielen? Was passieren kann, wie Sie sich schützen und sich im Bedarfsfall absichern können, klären wir in diesem Beitrag.

Bisweilen sind es die eigenen Mitarbeiter, die einer Firma absichtlich Schaden zufügen. Diebstahl, Betrug, Veruntreuung, Urkundenfälschung und Sabotage können ein Unternehmen viel Geld kosten. Immer häufiger werden Firmen jedoch auch Opfer von Betrügern, die sich das Vertrauen von Mitarbeitern erschleichen, um an viel Geld zu gelangen.

Fake President

Foto Einbrecher hinter einer TuerSpielen Sie doch mal gedanklich dieses Szenario durch: Sie sind Mitarbeiter in der Finanzabteilung eines internationalen Unternehmens. Eines Tages erhalten Sie einen Anruf vom Chef der französischen Mutterfirma. Dieser bittet Sie – streng vertraulich natürlich – eine Überweisung in Höhe von 500.000 Euro zu tätigen. Sie sind zunächst skeptisch und wollen sich rückversichern. Der Anrufer jedoch überzeugt Sie, dass es sich um eine streng geheime Angelegenheit handelt, von der außer Ihnen niemand wissen darf. Nachdem er Ihnen dann noch von einem firmeneigenen Account eine E-Mail geschickt hat, in welcher der Überweisungsauftrag mit Unterschrift bestätigt wird, überweisen Sie schließlich das Geld. Wenige Tage später entpuppt sich das Ganze als Betrug. Sie wurden hereingelegt, das Geld ist weg.

Sie sind sich sicher, dass Ihnen das nie passieren könnte? Wirklich? Vielen anderen ist es nämlich so oder ähnlich ergangen. Fake President nennt man diese Betrugsmasche und die Täter gehen sehr planvoll und sorgfältig vor: Das Unternehmen wird ausgespäht, E-Mail Konten werden gehackt, interne Betriebsabläufe recherchiert und studiert. Häufig betroffen sind international agierende größere Unternehmen. Aber auch mittelständische Firmen können Opfer von Betrügern werden.

Wie können Sie sich schützen?

Wenn Sie Opfer eines solchen Betrugs werden, kann das teuer werden. Je nach Unternehmensgröße kann der Schaden in Millionenhöhe gehen. Es gibt jedoch Möglichkeiten präventiv Maßnahmen zu ergreifen und im Schadensfall abgesichert zu sein:

  • Vier-Augen-Prinzip: Bei ungewöhnlichen oder hohen finanziellen Transaktionen sollte die Freigabe immer durch zwei Mitarbeiter erfolgen.
  • Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter für das Thema. So werden diese besser aufpassen und es schnell merken, wenn etwas faul ist.
  • Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter, im Zweifelsfall lieber einmal zu viel als einmal zu wenig beim (direkten) Vorgesetzten nachzufragen.
  • Schließen Sie eine Vertrauensschadenversicherung ab. Diese schützt Ihr Unternehmen vor Vermögensschäden, die durch kriminelle Handlungen von Mitarbeitern oder durch außenstehende Dritte entstehen. Eingeschlossen sind hierbei auch Dritte, die – wie beim Fake President Trick – die Gutgläubigkeit von Mitarbeitern ausnutzen.

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

Millionenbetrug mit „Mail vom Chef“
Wenn der falsche Chef Millionen überwiesen bekommt
Der Boss, der keiner ist
Der „Fake President“ in der Vertrauensschadenversicherung
Weltweite Zunahme von Schäden durch neue kriminelle Betrugsszenarien

 

 

 

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